Huaraz
Huaraz ist ein beliebter Ausgangspunkt für Trekker und Bergsteiger. Die Stadt wurde allein im 20. Jahrhundert viermal von Lawinen aus der Cordillera Blanca getroffen. Zweimal wurde die Stadt dabei zerstört, das erste Mal 1941, wo ein riesiger Eisturm auf den Palcacocha-See stürzte, was wiederum zum Bruch des Moränenwalls führte. Die folgende Flutwelle und Schlammlawine tötete ca. 6000 Personen. Eine Übersichtskarte des Gebiets ist hier zu finden.
Besonders interessant ist ein Besuch der örtlichen Markthalle. Wir hatten außerdem das Glück, in der Semana Santa (Osterwoche) in Huaraz zu sein, dadurch konnten wir einige Prozessionen mitverfolgen. In Peru, überhaupt im ländlichen Raum, ist der überwiegende Teil der Bevölkerung katholisch.
Im Santatal gibt es neben zahlreichen Möglichkeiten zum Trekking (wir erwanderten den Lago Churup, die Laguna 69 und wollten den Santa Cruz Trek machen, leider war Stefan 2 Tage krank), aber auch archäologische Stätten (Wilkawain, empfehlenswert ist auch ein Besuch im archäologischen Museum Huaraz') und Thermalbäder.
cord blanca.jpg
JPG Bild [1.7 MB]
Download
Die weltweit größte Gletscherkatastrophe ereignete sich in und um Yungay im Jahr 1970. Nach einem Erdbeben der Stärke 7,9 nach Richter brach ein Teil des Huascaran-Gletschers ab und verwandelte sich talabwärts in eine Fels-, Eis- und Schlammlawine. Mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 km/h vernichtete die Mure die Städte Yungay (20 000 EW) und Ranrahirca (ca. 5 000 EW) vollständig. Im Santatal waren weitere 50 000 Todesopfer zu beklagen.
Reisetipp:
Uneingeschränkt empfehlen können wir die Caroline Lodge, sicherlich in den Top 3 der Unterkünfte während unserer Reise. Saubere Zimmer (40 Soles im DZ mit Du/WC), Frühstück mit Aussicht auf den Huascaran, und vor allem eine unglaublich freundliche und engagierte Familie, die das Hostal betreibt, lassen Freude aufkommen. Der Sohn der Gastgeber versorgt euch mit Kartenmaterial der Umgebung, Routen- und Ausflugstipps und anderen wertvollen Hinweisen. Auch Touren (z.B. der Santa Cruz - Trek) können im Hostal gebucht werden.
Santa Cruz Trek: Der wohl bekannteste Trek der Gegend kann auf eigene Faust gemacht werden, die Unkosten sind jedoch etwa gleich hoch wie für eine organisierte Tour (ca. 90 US-$ für drei Tage). Eine brauchbare Karte ist hier zu finden.
Thermalbäder in der Umgebung: Diese sind wirklich ausgesprochen heiß, und beim Abkühlen im Freien vergisst man schnell, dass man sich auf über 3000m Seehöhe befindet. Stefan hat sich jedenfalls am Tag vor dem geplanten Santa-Cruz-Trek eine ernsthafte Verkühlung mit Fieber eingefangen - aufpassen!
Erweiterte Fotogalerie:
