Tibet-Tour

Da es Individualtouristen noch immer sehr schwer gemacht wird, Tibet zu bereisen, haben wir an einer organisierten Tour teilgenommen. In 8 Tagen geht es von Kathmandu zur Grenzstadt Zhangmu, weiter über Nyalam, Lhatse, Shigatse und Gyantse bis nach Lhasa, von wo aus der Rückflug nach Kathmandu erfolgte. Auch dadurch, dass wir trotz immanenter Militärpräsenz viel Freiraum hatten, war diese Tour das Highlight unserer Asienreise. Vor allem die landschaftliche Schönheit des durchschnittlich 4500 m hoch gelegenen Plateaus ("Dach der Welt") war beeindruckend. Dazu kamen die zahlreichen buddhistischen Klöster und Stupas, sowie die tibetische Kultur, die in den kleinen Dörfern hautnah erlebt werden konnte.

 

Übersichtskarte Overland-Tour Kathmandu - Lhasa:

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Durch das tibetische Hochland

Auf den Spuren des Dalai Lama

Chinesische Eigenheiten

Lhasa - Hauptstadt einer umstrittenen Provinz

Reisetipps:

 

Von Kathmandu aus kann man in einem der zahlreichen Reisebüros verschiedenste Touren nach Tibet buchen. Die gängigste ist die 8d/7n - Overland-Tour, so wie wir sie gemacht haben, mit Abfahrt jeden Dienstag und Samstag. Längere Touren inkludieren das Everest Base Camp oder den Mount Kailash, sind dann aber dementsprechend teuer.

 

Wer genug Zeit hat (vor allem das Visum kann aufgrund unvorhergesehener Schließungen der chinesischen Botschaft immer etwas länger dauern), kann die Tour problemlos vor Ort organisieren, der Preis beträgt etwa 800-1000 US-$. Bekommt man ein deutlich billigeres Angebot, so sollte man vorsichtig sein - bei so vielen Reisebüros sind auch einige schwarze Schafe dabei. Falls man nur wenig Zeit hat, sollte man sich bereits ein paar Wochen vor der Reise um die wichtigsten Reisedetails kümmern.

Wir haben die Tibet-Tour im Voraus organisiert und sind einer persönlichen Empfehlung von Rob (erfahrener Nepal-Traveller, Lonely-Planet- und Virtual-Tourist-Member) gefolgt (siehe Artikel "Very important decision"). Wir können die Lobeshymnen nur vollinhaltlich bestätigen, wir hatten netten Kontakt und gute Beratung vor der Reise per E-Mail, und auch während unseres Aufenthaltes war Nirmal immer für uns da und half uns, kurzfristige Änderungen (ein Felssturz blockierte einige Tage die Straße nach Chitwan, die chinesische Botschaft schloss überraschend für 3 Tage) durchzuführen. Am Schluss schenkte er uns wegen der Schwierigkeiten (die natürlich nicht seine Schuld waren) sogar noch einen Hotelaufenthalt in Pokhara. Auch die Preise für seine angebotenen Touren sind moderat und ortsüblich. Daher erfolgt auch von uns an dieser Stelle eine eindeutige Empfehlung - hier noch einmal Nirmals Kontaktdaten (eine Standortkarte ist in Rob's Artikel zu finden):

 

Nirmal Nakarmi, Himalayan Magic Adventures
G.P.O. Box 7112, Thamel, Kathmandu, Nepal
Telephone 00 977 1 4 26 25 24
Mobile - 9841 45 45 99
email: n2@vianet.com.np

 

 

Da die meisten Kosten der Tour bereits im Paketpreis enthalten sind, braucht nicht wahnsinnig viel Geld an der Grenze umgewechselt werden. 100 US-$ pro Person reichen vollkommen aus für Verpflegung und Kleinigkeiten, Souvenirjäger sollten natürlich mehr umtauschen. Am 2. oder 3. Tag in Shigatse und natürlich später in Lhasa finden sich auch Geldautomaten. Besonders angenehm war der große Freiraum auf der Tour. Fast immer konnte man seine Restaurants frei wählen, auch die Führungen in den Klöstern o.ä. beschränkten sich zumeist auf eine Stunde, danach konnte man die Stätten auf eigene Faust erkunden.

 

Zu beachten ist noch, dass die Einfuhr von Tibet-Reiseführern und bestimmten Landkarten verboten ist, genaue Instruktionen erhält man aber ohnehin vom Guide. Nicht vergessen sollte man, dass man sich auf großen Höhen bewegt - wer für Höhenkrankheiten anfällig ist, sollte Sauerstoff und/oder entsprechende Arzneimittel nicht vergessen. Auch Kälteschutz ist unbedingt notwendig - sonst wird es kalt am Morgen im Bus.

 

Die Unterbringung erfolgt in den ersten beiden Nächten (manchmal auch nur eine Nacht, je nach Reisefortschritt) in Schlafsälen, da in den kleinen Dörfern keine andere Unterkunft vorhanden ist. In Shigatse, Gyantse und Lhasa nächtigt man dann in gehobenen Mittelklassehotels. Internetzugang ist beschränkt, die in Nepal üblichen Internetcafés fehlen völlig.