Kaukasus 2015

Im August 2015 fuhren wir 16 Tage nach Georgien und Armenien. Aserbaidschan haben wir ausgelassen, da wir nicht so viel Zeit zur Verfügung hatten und zudem die Visumprozedur umständlich ist. Weder für Georgien noch für Armenien braucht man dagegen ein Visum.

 

Geflogen sind wir mit der Ukraine International Airlines um günstige EUR 217,-- (VIE-KBP-TBI und retour). Den Zwischenstopp in Kiew haben wir für ein kurzes Sightseeing in der Stadt genützt.


Weitere Details finden sich auf den jeweiligen Unterseiten, ein Kurzabriss des Reiseprogramms gibt es weiter unten!

Tag 1: Anreise über Kiew

Tag 2: Tiflis

Tag 3: Inlandsflug nach Mestia, Mestia

Tag 4: Trekking Koruldi-Lakes

Tag 5: Trekking Chalati-Gletscher

Tag 6: Weiterfahrt nach Kobuleti am Schwarzen Meer

Tag 7: Badetag in Kobuleti

Tag 8: Weiterfahrt nach Batumi

Tag 9: Fahrt mit Auto und Fahrer Batumi - Akhaltsikhe

Tag 10: Fahrt mit Auto und Fahrer Akhaltsikhe - Vardzia - Dilijan

Tag 11: Day trip Jerewan

Tag 12: Trekking Parz Lake

Tag 13: Weiterfahrt nach Kazbegi via Tiflis

Tag 14: Trekking Kazbegi Gergeti-Gletscher

Tag 15: Fahrt nach Tiflis

Tag 16: Tiflis

Tag 17: Rückflug

Kurzcharaktisierung des Kaukasus:

 

Der Kaukasus ist geprägt durch die historische Überlagerung von drei Einflüssen, die sich mit den vorherrschenden Kulturen vermischt haben: der persische Kulturraum (Schlagworte Orient, Islam), das Byzantinische Reich (Christentum in Armenien und Georgien) und seit ca. 1800 der zuerst zaristisch-russische, ab 1920 sowjetische und ab 1990 wieder russische Einfluss. Überhaupt sorgte erst der Zusammenbruch der UdSSR für ein Wiedererstarken der Region.

 

Ab den 1980er Jahren eskalierten viele potentielle Konflikte. Durch den Zerfall der Sowjetunion etablierten sich neue Machtordnungen, statt einer „inneren Angelegenheit Moskaus“ war der Kaukasus plötzlich eine Spielwiese inter- und transnationaler Akteure. Die Ursachen für die gewaltsamen Auseinandersetzungen liegen in der Geschichte weit zurück, obwohl die Vorgänge im 20. Jahrhundert wohl überwiegend verantwortlichen dafür sind. 

 

Hauptkonflikte waren der Fünftagekrieg in Georgien 2008, die zwei Tschetschenienkriege und der daraus resultierende, bis heute andauernde Untergrundkampf. In jüngster Zeit bestimmt die Frage des aserbaidschanischen Erdöls und Erdgases, und dabei insbesondere dessen Transportrouten in den Westen das Geschehen in der Region. Dabei geht es besonders um eine Verringerung der europäischen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, was zu entsprechenden Reaktionen aus Moskau führte und führt.