Puerto Iguazu

Am Dreiländereck Argentinien - Brasilien - Paraguay befindet sich die drei Städte Ciudad del Este (PAR), Foz de Iguacu (BRA) und Puerto Iguazu (ARG). Dabei ist letztere der mit Abstand ruhigste und gemütlichste Ort, um von dort aus die weltberühmten Iguazufälle zu erkunden.

 

Der Grenzübertritt zwischen den drei Staaten funktioniert rasch und unkompliziert, mehrere Buslinien verbinden die drei Grenzstädte. Für Tagesausflüge nach Brasilien oder Paraguay benötigt man im Normalfall keinen Stempel, der Reisepass sollte natürlich immer mit sein.

 

Unbedingt ausprobieren sollte man in Argentinien "Parilla". Nach einem kleinen Appetizer folgt eine Riesenladung köstliches Grillfleisch.

 

Die Iguazufälle selbst liegen im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Argentinien. Einplanen sollte man mindestens einen halben Tag auf der brasilianischen und einen ganzen Tag auf der argentinischen Seite - schließlich wollen auch die Nasenbären bestaunt werden, die sich auf beiden Seiten herumtreiben.


Die Wasserfälle sind die breitesten der Erde. Durchschnittlich stürzen dabei 1700 Kubikmeter Wasser in der Sekunde (in Spitzenzeiten bis zu 12 000 Kubikmeter) bis zu 80 m in die Tiefe, aufgeteilt auf 275 Wasserfälle.

Video unten: Ausschnitt aus einem britischen Dokumentarfilm

 

Deutlich erschlossener sind die Wasserfälle von der argentinischen Seite aus. Ein Bummelzug erschließt das weitläufige Gebiet mit den Aussichtsplattformen. Nicht vergessen sollte man, auf die Isla San Martin überzusetzen, wo einen nicht nur neugierige Vögel begrüßen! Hier gibt es eine große Karte des Gebiets.

 

Schließlich sollte man unbedingt den Vogelpark, welcher sich auf der brasilianischen Seite unmittelbar in der Nähe des Nationalparkeinganges befindet, besuchen. Dort gibt es riesige Käfige, in denen man mit den verschiedensten Vögeln auf Tuchfühlung gehen kann.

Reisetipps:

 

Wir empfehlen, die Wasserfälle vom argentinischen Ort Puerto Iguazu aus durchzuführen. Hier ist es deutlich ruhiger und überraschend auch billiger als auf der brasilianischen Seite (Foz de Iguazu). Empfehlen können wir das Hostal Irupé, wenige Meter vom Busbahnhof entferntn (av. misiones 80). Für nur 60 AR$ konnten wir dort in einem sauberen Doppelzimmer mit Bad/WC nächtigen, ein Schnäppchen im Vergleich zu den dort vorherrschenden Zimmerpreisen. HI-Fans sollten aufpassen, das örtliche Hostal liegt außerhalb des Ortes.

 

Von Puerto Iguazu aus gibt es eine Direktverbindung nach Rio de Janeiro, allerdings nur einmal pro Woche (Stand Mai 2009: montags). Rechtzeitig buchen!

 

Ausflugsziele in der Umgebung sind Aricupa, der Itaipu-Staudamm, und der angesprochene Vogelpark. Auch ein Abstecher nach Paraguay bietet sich an. Ein Korridorbus fährt direkt von Puerto Iguazu nach Ciudad del Este. Aussteigen sollte man direkt nach der großen Brücke (die einzige, dafür riesige Einkaufsstraße befindet sich dort), ansonsten fährt man mit bis zum Busbahnhof, welcher in nicht sehr einladender Gegend liegt.

Für Tagesausflüge benötigt man keinen Einreisestempel, nur wenn man vorhat, an einer anderen Stelle in Paraguay wieder auszureisen, ist der Stempel notwendig.

 

Achtung! In Puerto Iguazu haben wir nur einen einzigen funktionierenden Bankomaten gefunden (für europäische Karten, Abhebelimit 300 AR$, Stecken mehrmals möglich). Zur Not gibt es noch zwei Wechselstuben (siehe auch Karte).

Stadtplan Puerto Iguazu
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