Puerto Madryn

Puerto Madryn liegt am Golfo Nuevo in der zu Patagonien gehörenden Provinz Chubut. Die Stadt ist mit ca. 60 000 Einwohnern der einzige größere Ort des Departamento Biedma und dient auch als Badeort, da die Meerestemperaturen aufgrund des warmen Brasilstromes höher sind als in den weiter nördlich gelegenen Küstenorten der Provinz Buenos Aires.

 

Hauptziel ist aber nicht die Stadt selbst, sondern das bekannte Naturreservat auf der Halbinsel Valdes (seit 1999 UNESCO-Weltnaturerbe), auf der die Tierwelt der Küste bis heute weitgehend intakt ist. Zu sehen sind Seelöwen, Seeelefanten, Delfine, diverse Vogelarten, und je nach Jahreszeit auch Wale und Pinguine.

 

Das Preisniveau in Patagonien ist sehr hoch, etwa vergleichbar mit Österreich. Erst ab Nordchile ist es deutlich billiger geworden.

 

Mit dem Nachtbus sind wir von Buenos Aires aus um 16:00 Uhr losgestartet, frühmorgens um ca. 07:00 war Ankunft in Puerto Madryn. Zu beachten ist, dass das versprochene Abendessen im Bus erst gegen 22:30 Uhr serviert wird!

 

Von Puerto Madryn aus kann man nicht nur die Touren auf die Peninsula Valdes organisieren, es gibt auch ein großes Meer-Museum (Ecocentre), dessen Besuch sich durchaus lohnt.

 

Die Landschaft ist geprägt durch die starken Winde (Pamperos), die nur eine spärliche Vegetation zulassen (eine steppenhafte Buschlandschaft, genannt Monte).

 

Zu unterscheiden sind in Südamerika die vier Kamelarten. Zwei sind domestiziert (Lama, Alpaca), zwei sind wildlebend (Vicunhas, Guanacos). Letztere findet man in Argentinien.

 

Neben den Guanacos konnten wir noch Seelöwen und Seeelefanten beobachten, wobei für Seelöwen-Fans allerdings Arica (siehe Teil Chile!) ein Geheimtipp ist.

Karte der Peninsula Valdez
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Nicht verpassen darf man einen Besuch der Pinguinkolonie in Punta Tombo, südlich von Puerto Madryn gelegen. Der Magellan-Pinguin (Spheniscus magellanicus) ist eine Vogelart in der Gattung der Brillenpinguine (Spheniscus). Der Name stammt vom häufigen Auftreten an den Küsten der "Terra Magellanica", die etwa dem Gebiet von Patagonien entspricht. Der Pinguin ist etwa 70 cm lang und wiegt vier Kilogramm. Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Fisch, Tintenfische und Krill.

Reisetipps: Unterkünfte sind recht teuer und auch ziemlich voll. Zu  Hauptreisezeiten sollte man sich also unbedingt vorab um ein Bett kümmern! Die Touren sollten allerdings vor Ort gebucht werden. Dies ist problemlos möglich (sogar für den gleichen Tag) und erspart Provisionskosten. Allerdings ist bei den Touren noch mit Extrakosten zu rechnen (Bootsfahrt zu den Delfinen, Teetrinken in Gaiman etc.). Am besten vorher klären, was inkludiert ist und was nicht!

 

Unbedingt anschauen sollte man sich die Pinguine in Punta Tombo (etwas südlich von Trelew), die zweite Pflichttour führt auf die Halbinsel Valdez selber. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich den Zeitpunkt des Besuches auf Mai bis Dezember legen (Wanderzeit der Wale, siehe auch hier).

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