Chile

Chile ist das bestentwickelte Land Südamerikas (Human Development Index 0.874). Das Preisniveau war aber nicht so schlimm wie erwartet, vor allem in Norden sind die Lebenserhaltungskosten niedrig.

 

Wie auch in Argentinien ist ein Weiterkommen mit bequemen Fernverkehrsbussen problemlos möglich, wenn auch ein bisschen kostenintensiver. Zu beachten ist dabei natürlich die ungewöhnliche Ausdehnung des Staates! Während sich die Nord-Süd-Ausstreckung auf ca. 4300 km beläuft, ist das Land durchschnittlich nur 180km "breit", an der engsten Stelle überhaupt nur 90km.

 

Ein paar Brocken Spanisch helfen einem vor allem im Norden weiter (in den Touristenregionen rund um die Atacama-Wüste oder in der Hauptstadt wird Englisch verstanden), obwohl die Chilenen aufgrund ihres Akzents und des Sprechtempos fast nicht zu verstehen sind.

 

Zu den Unterkünften: wir haben uns vorgenommen, etwa 10 US-$ pro Tag und pro Person für die Übernachtung auszugeben. Damit schläft man in Chile, Argentinien und Brasilien in einem Hostal (Mehrbettzimmer - "dorm"), während in Bolivien, Ecuador oder Peru damit ein normales Hotel mit Doppelzimmer leistbar war.

Zumeist erwarten einen beim Aussteigen aus dem Bus schon "Fischer", die auf Backpacker zugehen und ihr Hostal anpreisen. Daher ist es nicht unbedingt notwendig, im Vorhinein ein Hostel zu suchen und ein Zimmer zu reservieren (ausgenommen zu Stoßzeiten wie Feiertagen oder Ferien). Wir finden, es ist Geschmacksache - ein paar Mal haben wir uns fischen lassen, und sind eigentlich nie enttäuscht worden.

Zu unserer Reiseroute: Von Mendoza aus haben wir in einer Tagesfahrt den Andenpass und die Grenze überquert und haben zwei Tage in Santiago de Chile verbracht. Danach sind wir Richtung Norden gefahren, und die Atacama-Wüste vom Ort San Pedro de Atacama (östlich von Antofagasta) aus erkundet. Letzter Stop in Chile war die Wüstenstadt Arica im äußersten Norden, bevor wir nach Peru weitergezogen sind.