San Pedro de Atacama

San Pedro de Atacama ist eine Oase auf 2443m Seehöhe und hatte 2006 gemäß des Ortseingangsschildes 4970 Einwohner. Der Ort liegt am nördlichen Rand des Salar de Atacama, einer großen Salzablagerung in der Atacamawüste und ist ein beliebtes Ziel für Wüstentouristen aus aller Welt. Das Wasser für diesen grünen Fleck in der Wüste liefert der Rio San Pedro, der, aus den Anden kommend, kurz hinter dem Ort im Salar de Atacama versickert.

Anm.: Regentage zweifelhaft, wird noch überprüft

 

Das Oasendorf ist ausschließlich auf den Tourismus ausgerichtet, von hier aus werden die Ausflugsorte um die Atacama-Wüste angesteuert. Weiters ist es von hier aus möglich, die Uyuni-Tour zu den Lagunen oder diverse Bergtouren zu machen.

 

Zu empfehlen ist ein zweitägiger Reitausflug, den die zwei Reitställe in San Pedro auf Anfrage durchführen. Inkludiert sind zwei Halbtage Reiten durch die Wüste, Camping mit Grillen am Abend sowie ein Besuch bei den Tulor-Ruinen (Aldea de Tulor) am nächsten Tag, die aus dem Jahr 800 v.Chr. stammen. Neben den Ausgrabungen gibt es auch originalgetreue Rekonstruktionen an dieser Stelle.

Infofolder Tulor-Ruinen
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Schließlich machten wir noch eine Tour ins "Rainbow Valley". Neben zahlreichen Petroglyphen (in Stein gravierte oder geschabte, jedoch nicht gemalte bildliche Darstellungen aus prähistorischer Zeit) kann man hier verschiedenfarbige Felsformationen beobachten. Durch Verwitterung von eisenhaltigen Sandstein entstanden Felsbänder, die bei wechselnden Lichtverhältnissen in verschiedenen Farben erscheinen.

Reisetipps:

 

Nicht verpassen sollte man eine Sternenbeobachtungstour. Allerdings sind zwischen Dezember und März oft Wolken am Himmel, so dass hier die Tour manchmal kurzfristig ausfällt. Weitere Tourenangebote gibt es zuhauf in den Hauptstraßen San Pedros, wo sich ein Reisebüro an das nächste reiht. Von Bergbesteigungen, Geysirbesichtigungen, Pferdetouren etc. ist alles möglich, wenn auch nicht immer billig.

 

Zur Verpflegung: neben den Hochpreis-Gringorestaurants gibt es einige wenige Lokale, die billigere Menüs (3000-4000 CLP) anbieten. Ausschau halten nach Stehtafeln!

 

Eine für San Pedro sehr günstige Unterkunft (7000 CLP p.P. im Dorm) fanden wir im Hostal Candelaria. Pluspunkte waren der Swimmingpool, Hängematten, die zahlreichen  Haustiere und die ruhige Lage. Dafür ist das Hostal ca. 15 Gehminuten außerhalb des Ortszentrums gelegen, auch das Frühstück muss man sich selbst besorgen.

 

Zur Weiterreise (siehe auch Karte unten): Regelmäßige Busse verkehren nach Santiago de Chile, Arica und Antofagasta. Eine Fahrt morgens nach Calama, in der Hoffnung, dort einen Anschlussbus nach Arica zu bekommen, bringt nichts, da die Weiterfahrten erst am Abend stattfinden. Also am besten gleich abends in San Pedro losstarten!

 

Weiters fährt  3x pro Woche (je nach Saison) ein Bus nach Salta über Jujuy. Hier heißt es, sich die Tickets rechtzeitig zu sichern! -EDIT- Jänner 2010: Angeblich fahren nun mehrere Busunternehmen diese Strecke, somit täglich möglich !! -EDIT-

 

Die letzte Möglichkeit ist, die klassische Uyuni-Tour von San Pedro aus zu starten und dementsprechend nach 3-4 Tagen in Uyuni (Bolivien) anzukommen.

Verkehrsanbindung San Pedro
Verkehrsanbindung San Pedro

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