Ecuador

Ecuador ist nach Bolivien das zweitärmste Land Südamerikas und weist einen Human Development Index von 0.772 auf. Offizielle Währung ist seit 2000 der US-$, das Preisniveau ist sehr niedrig. So haben wir z.B. in Riobamba in einem überaus gehobenen Hotel gewohnt und dafür 10 US-$ pro Person und Nacht gezahlt.

 

Im Gegensatz zu anderen südamerikanischen Ländern ist das Busfahren in Ecuador eine Qual. Unterwegs sind ausschließlich alte, langsame Einheimischenbusse, die Reisegeschwindigkeit beträgt etwa 30 km pro Stunde. Außerdem wird man bei jedem Halt von fliegenden Händlern beackert.

 

Spanisch-Kenntnisse sind von Vorteil, fast niemand spricht oder versteht Englisch. Generell sind die Menschen eher unfreundlich und in erster Linie an deinem Geld interessiert (Ausnahmen bestätigen die Regel, so haben wir in Riobamba ein äußerst nettes deutschsprechendes Pärchen kennengelernt, mit denen wir einige Ausflüge machen konnten).

 

Dafür entschädigt die landschaftliche Vielfalt, Ecuador kann in vier große Landschaftszonen eingeteilt werden: der westliche Küstenbereich (costa), die zentrale Andenregion mit zwei von starkem Vulkanismus geprägten Gebirgsketten (sierras), das östliche Amazonas-Tiefland (oriente) sowie die 1000 km vor der Küste gelegenen Galapagos-Inseln.

 

Ein Tip: für einen längeren Aufenthalt lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Stiftes (in jeder Buchhandlung erhältlich), mit dem Dollarblüten identifiziert werden können. Falschgeld ist ein großes Problem in Ecuador, auch wir kehrten mit einer 20-$ Blüte heim.

 

Zu unserer Reiseroute: Von Tumbes kommend reisten wir über Guayaquil nach Riobamba, wo wir einige Tage verbrachten. Nach einem Besuch der Hauptstadt Quito schauten wir noch im nahe gelegenen Mindo für die Erkundung des Bergregenwaldes vorbei. Letztes Reiseziel in Ecuador war Puerto Lopez an der Pazifikküste (südlich von Manta). Schließlich haben wir Ecuador wieder Richtung Peru (Trujillo) verlassen.