Riobamba

Riobamba liegt in der zentralen Sierra in 2750 m Seehöhe und hat ca. 125 000 Einwohner. Die Gegend um das heutige Stadtgebiet war das Zentrum der Puruha-Kultur, bevor die Inka das Land eroberten.

Stadtplan Riobamba
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Fixpunkt in Riobamba ist eine Fahrt mit der Teufelsnasenbahn (erbaut zwischen 1899 und 1908). Leider konnten wir aufgrund einer Streckenunterbrechung nur das letzte Teilstück absolvieren. Die "nariz del diablo" ist ein 100 m hoher Felsvorsprung über der Schlucht des Rio Chanchan. Um die Felsen zu überwinden, wurden die Gleise in der steilen Wand der Teufelsnase fast übereinander gelegt und durch mehrere Spitzkehren miteinander verbunden.

 

Mit einem deutschsprechenden brasilianisch/ecuadorianischen Pärchen unternahmen wir eine Ausflug in den Osten Ecuadors. Erste Station waren die Thermalquellen von Banos, wo wir nur knapp herabstürzenden Erdmassen entgangen sind.

Geführt hat uns unser Ausflug bis nach Puyo, wo der Amazonasregenwald beginnt.


Ehrgeizigstes Vorhaben der Südamerikareise für Stefan war die Besteigung des 6310 m hohen Chimborazo. Dieser Berg ist aufgrund der elliptischen Form des Planeten der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernte Punkt. Nach einer schlaflosen Nacht(hälfte) mit Tagwache um 23:00 Uhr begann der Aufstieg von der auf 5000 m hoch gelegenen Whymper-Hütte aus. Leider musste Stefan gegen 4:00 Uhr früh aufgrund von Akklimations- und Konditionsproblemen in einer Höhe von 6000 m aufgeben und umkehren. Extrem dünne Luft und eine durchgehende Steigung von ca. 45° sind keine wirklich gute Kombination!

Reisetipps:

 

Für Busfahrten innerhalb Ecuadors sollte man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 30-40 km/h einplanen. Immer wieder steigen auch fliegende Händler zu, die Verpflegung, Bücher oder CD's verkaufen wollen. Zu diesem Zweck drücken sie den Passagieren ihre Ware in die Hand, falls man sie nicht erwerben möchte, gibt man sie dem Händler nachher wieder zurück..andere Länder, andere Sitten.

 

Eine Besteigung des Chimborazos kann auf eigene Faust durchgeführt werden (über die Carrel-Hütte auf 4850m oder die Whymper-Hütte auf 5000m), falls man Ausrüstung und einen Führer braucht, gibt es im Zentrum Riobambas (Colon 22 25 y 10 de Agosto, www.andestrek.de) einen schweizerisch/ecuadorianischen Touroperator, der gut Deutsch spricht. Wir haben für den zweitägigen Besteigungsversuch 180 US-$ pro Person gezahlt.

Problematisch ist auch für erfahrene Bergsteiger die Akklimatisation. Riobamba und des restliche Hochland Ecuadors liegen einfach zu tief. Akklimatisationstouren sind daher unbedingt erforderlich!

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